SVP-Nationalrat nennt falsche Zahlen zum Asylwesen

18. Mai 2026:

Die Fakten sind klar 

Von 2000 bis 2024 wurden in der Schweiz 505 598 Asylgesuche gestellt. Mehr als die Hälfte dieser Menschen hat die Schweiz wieder verlassen – per Ende 2024 befanden sich noch 219 027 Personen im Land. Über 40 % davon sind anerkannte Flüchtlinge.  

Quelle: Bundesrat, 2025

Falsche Aussage von Pascal Schmid  

Der Thurgauer SVP-Nationalrat nennt in der SRF-Arena zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» falsche Zahlen zum Asylwesen: 

«Seit dem Jahr 2000 sind 650’000 Personen auf der Asylschiene in die Schweiz gekommen und nur  17 % davon waren echte Flüchtlinge, aber fast 70 % sind geblieben.» 

Quelle: SRF Arena, 13.05.2026 
 

Warum das problematisch ist  

Die falschen Zahlen vermitteln ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Verhältnisse 
und beeinflussen die öffentliche Debatte. Sie säen Zweifel an den Geflüchteten und untergraben das Vertrauen der Bevölkerung in das Asylsystem. 

Die Behauptung, «fast 70 %» der Menschen, die in den letzten 25 Jahren ein Asylgesuch gestellt haben, seien geblieben, wird mit den aktuellsten Zahlen des Bundesrates klar widerlegt: 
Tatsächlich befanden sich per Ende 2024 noch rund 43 % der Personen, die zwischen 2000 und 2024 ein Asylgesuch gestellt haben, im Land. Sie sind inzwischen entweder eingebürgert, haben eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung erworben, erhielten Schutz als Kriegsvertriebene oder befinden sich noch im Verfahrensprozess. 41 % dieser Personen wurde als anerkannten Flüchtlingen Asyl gewährt.

Quelle: Bundesrat,  Antwort auf parlamentarische Frage 25.7537 (2025) 
 

Fazit  

Die offiziellen Zahlen zeigen ein anderes Bild als von Pascal Schmid in der «Arena» 
dargestellt: Zwischen 2000 und 2024 wurden rund 505 000 Asylgesuche gestellt. Weit weniger als die Hälfte dieser Personen befand sich Ende 2024 noch im Land. Diese Menschen sind entweder eingebürgert oder leben mit einem rechtmässigen Status im Asyl- oder Ausländerbereich in der Schweiz. 41% dieser Personen wurde Asyl gewährt.  
Die Fakten widersprechen den Aussagen des SVP-Nationalrats deutlich.